Von Andreas Kriwan · nlp-manufaktur.de
In meinem Leben dreht sich extrem viel um das Thema Ziele. Für mich persönlich. Und in meiner täglichen Arbeit mit Menschen wie dir: Menschen, die mehr von sich und ihrem Leben erwarten, die spüren, dass da noch mehr möglich ist, und die aufgehört haben zu warten, bis das Leben von selbst besser wird.
Ich hätte ein anderes Leben haben können. Hätte. Die Hauptschule, die Jahre, in denen ich gemobbt wurde, die Zeit, in der ich nicht wusste, wohin der Weg führt. Das war nur ein Ausgangspunkt. Kein Gymnasium, kein privilegierter Start, kein Netzwerk, das mir Türen öffnet.
Und trotzdem: Ich wurde vor Harvard- und MIT-Professoren ausgebildet. Ich habe auf drei Kontinenten studiert. Ich halte heute drei wissenschaftliche Abschlüsse in den Händen. Ich habe meinen Segelschein und könnte damit bis nach Malta segeln. Ich stehe kurz vor meiner Privatpilotenprüfung und fühle mich seit meinem ersten Flug bereits als Pilot. Ich habe die Frau meiner Träume geheiratet und bin glücklicher den je.
Das sind keine Zufälle. Das ist kein Glück. Das ist eine Methode.
Und genau darum geht es in diesem Artikel.
Meine eigenen Ziele sind Realität geworden
🎓
Studium & Wissenschaft
Harvard & MIT · 3 Kontinente · 3 wissenschaftliche Abschlüsse · gestartet auf der Hauptschule
⛵
Segeln
Segelschein · hochseetauglich
✈️
Pilot
Privatpilotenlizenz in Prüfung · Pilot-Identität seit dem ersten Flug
💍
Liebe
Traumfrau angesprochen · heute verheiratet
Das ist keine Theorie. Das ist das Ergebnis aus Jahrzehnten NLP-Forschung, aus meiner eigenen Biografie und aus der Arbeit mit hunderten Menschen, die zu mir gekommen sind. Manche mit konkreten Zielen, manche mit dem diffusen Gefühl, dass ihr Leben noch nicht das ist, was es sein könnte.
Lass mich dir alle vier zeigen.
Diese lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Handeln und Hoffen.
Manchmal passiert es. Der richtige Mensch sitzt im selben Flugzeug. Die E-Mail landet beim richtigen Empfänger. Der Zufall fügt zwei Leben zusammen, die sich nie hätten begegnen sollen.
Glück ist real. Ich leugne das nicht.
Aber eine Strategie ist es nicht. Wer sein Leben auf Glück aufbaut, lebt in einer dauerhaften Abhängigkeit von Faktoren, die er nicht beeinflussen kann. Und das Tückische am Warten auf Glück ist nicht nur die Unzuverlässigkeit: es ist was es mit dir macht. Es macht passiv. Es macht abhängig. Es trainiert das Gehirn auf eine Haltung, die dem Ziel diametral entgegengesetzt ist: dass Dinge von außen kommen, statt von innen gestaltet zu werden.
Interessant ist übrigens Folgendes: Wer viel handelt, hat statistisch gesehen mehr Glück. Nicht weil das Universum belohnt. Sondern weil mehr Handlungen mehr Berührungspunkte mit der Welt erzeugen – und damit mehr Möglichkeiten, dass etwas Unerwartetes in die richtige Richtung kippt. Glück und Methode schließen sich nicht aus. Aber Glück allein reicht nicht.
Und ja, viele sagen, dass es Glück nicht gibt. Glück ist, wenn eine Gelegenheit auf einen vorbereiteten Geist stößt. Das stimmt. Und doch ist es keine Strategie, auf die du setzen solltest. Ausser natürlich, du bist Gustav Gans, der Glückspiltz. Und selbst Dagorber Duck mit seinem Glückskreuzer #1 vertraut niemals auf Glück, sondern eben auf den einzigen Weg, ein Ziel zu erreichen. Dazu aber später.
Erfolgsquote von Hoffen auf Glück: 1 bis 5 Prozent. Nicht reproduzierbar. Nicht lernbar. Keine Basis.
Ich sage das ohne Ironie und ohne Herablassung, weil ich weiß, dass viele Menschen mit diesem Ansatz tiefe persönliche Erfahrungen verbinden: Das Visualisieren von Zielen, das Senden von Wünschen ins Universum, das Affirmieren von Realitäten, die noch nicht eingetreten sind. Ja, das alles hat einen echten neuropsychologischen Effekt.
Das Reticular Activating System, RAS, ist ein Filter im Hirnstamm, der entscheidet, welche Informationen dein Bewusstsein erreichen. Es reagiert auf das, wofür du dich wiederholt interessierst. Wer täglich an ein Ziel denkt, beginnt Chancen (sie Definition von Glück) wahrzunehmen, die vorher unsichtbar waren. Wer sich als erfolgreiche Unternehmerin visualisiert, tritt anders auf, spricht anders, entscheidet anders.
Das ist real. Das wirkt.
Aber es wirkt nur in Kombination und als Verstärker von Handlung. Es darf niemals als Ersatz dafür gesehen werden. Die Bücher und Seminare, die Manifestieren als alleinige Methode verkaufen, verschweigen eine unbequeme Wahrheit: Die Menschen in deren Erfolgsgeschichten haben ausnahmslos auch gehandelt. Intensiv. Diszipliniert. Oft über Jahre.
Gabrielle Bernstein, eine der bekanntesten Vertreterinnen spiritueller Selbsthilfe, hat das selbst einmal offen gesagt: Hinter ihrem Erfolg stehen nicht nur Gedanken und Gebete, sondern tausende Stunden Arbeit, unzählige abgelehnte Buchmanuskripte, reale Rückschläge.
Manifestieren als tägliches Morgenritual, das dich in einen kraftvollen Zustand bringt, bevor du handelst: das ist exzellent. Manifestieren statt Handeln? Das ist Selbsttäuschung in einer angenehm spirituellen Verpackung.
Erfolgsquote von Manifestiren ohne konkretem Handeln: etwa 5 bis 15 Prozent. Und die meisten dieser "Erfolge" wären auch ohne das Manifestieren eingetreten.
Der älteste Weg. Du willst etwas erreichen, du fängst an zu handeln, du machst Fehler, du lernst daraus, du versuchst es wieder, und wieder, und wieder.
Thomas Edison brauchte angeblich über zehntausend Versuche, bevor die Glühbirne lang genug leuchtete. James Dyson baute 5.127 Prototypen, bevor sein erster Staubsauger funktionierte. Steve Jobs scheiterte so eindrucksvoll, dass ihn Apple aus seiner eigenen Firma warf, und er kam zurück und erschuf das iPhone.
Alles Erfolge über Nacht? Mit nichten.
Try and Error hat etwas Unbestreitbares: Die Kompetenz, die dabei entsteht, ist tief. Wer hundert Mal gescheitert und aufgestanden ist, weiß Dinge, die kein Buch lehren kann. Die Resilienz, die Kreativität, das Gespür für den nächsten richtigen Schritt, all das ist das Ergebnis echter Erfahrung.
Aber sei ehrlich zu dir selbst. Dieser Weg ist teuer. Teuer in Zeit. Teuer in Energie. Und für viele Ziele haben wir einfach nicht die Jahre, die Edison hatte. Wenn du mit 40 anfängst, als Musiker Fuß zu fassen, indem du tausend Male auftrittst und tausend Male verbesserst: gut. Aber es gibt einen schnelleren Weg, der genauso tief führt.
Erfolgsquote von Versuch und Irrtum: etwa 40 bis 60 Prozent, vorausgesetzt du gibst niemals auf. Die traurige Wahrheit: die meisten geben viel zu früh auf oder machen immer wieder das gleiche und hoffen (siehe oben) auf andere Ergebnisse. Hier könnten wir jetzt auch Einstein zitieren: "Die Definition von Wahnsinn ist immer wieder das gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." Aber das kennst du ja bestimmt schon.
Das ist die Kernmethode des NLP. Und der Weg, der mein Leben verändert hat.
Die Grundidee ist radikal einfach: Wenn ein Mensch etwas kann, kann es prinzipiell auch ein anderer Mensch lernen. Die Frage ist nicht ob, die Frage ist wie. Nicht wie äußerlich, nicht was dieser Mensch tut, sondern wie er denkt, wie er fühlt, welche Überzeugungen er trägt, welchen inneren Zustand er in sich aktiviert, wenn er handelt.
Das ist Modellierung, oder auch Modelling of Excellence. Du suchst dir jemanden, der das Ziel bereits erreicht hat. Du gehst in Kontakt mit dieser Person, studierst ihre Tiefenstruktur, übernimmst die innere Architektur und baust dann dein eigenes Modell davon.
Oprah Winfrey ist ein klassisches Beispiel dieser Strategie. Sie wuchs in bitterster Armut auf, wurde als Kind missbraucht, galt in ihrer ersten Fernsehjob-Situation als "ungeeignet für das Medium TV". Was sie rettete, war nicht Ausdauer allein. Es war die bewusste Entscheidung, sich Menschen zu suchen, die sie für das hielten, was sie werden wollte, und deren Denkmuster zu übernehmen. Heute ist sie Milliardärin und eine der einflussreichsten Frauen der Welt.
Serena Williams ist ein weiteres Beispiel. Ihr Vater Richard wollte zwei Weltklasse-Tennisspielerinnen aus seinen Töchtern machen, bevor sie auch nur ein Schläger berührt hatten. Er studierte, wie die besten Spielerinnen der Welt ticken. Nicht nur technisch, sondern vor allem mental. Die Überzeugungen. Die Körperhaltung unter Druck. Den Umgang mit Verlust. Er modellierte Excellence und gab dieses Modell an Venus und Serena weiter. Das Ergebnis ist Geschichte.
Und unter meinen Klienten gibt es eine Frau, nennen wir sie Miriam, die zu mir kam, weil sie nach 14 Jahren in einem Unternehmen endlich ihr eigenes Business aufbauen wollte. Sie glaubte jedoch, dass sie dafür "nicht der Typ" sei. Wir haben gemeinsam Menschen modelliert, die genau das getan hatten, aus ähnlichen Ausgangssituationen. Nicht ihre Businesspläne, sondern ihre innere Haltung, ihre Glaubenssätze, ihre Art, Risiko zu bewerten. Miriam hat heute ein laufendes Unternehmen mit sechs Mitarbeitern. Sie sagt, der Unterschied war nicht das Wissen. Denn das Wissen hatte sie schon. Der Unterschied war, wer sie glaubte zu sein.
Erfolgsquote von Modellieren: liegt bei etwa 70 bis 85 Prozent. Und der Zeitrahmen? Wochen bis Monate statt Jahre.
"Du musst das Rad nicht neu erfinden. Du musst verstehen, wie das Rad gedacht wurde."
NLP-Grundprinzip des Modelling
Die vier Wege im Vergleich
Hier ist die unbequeme Wahrheit, die ich in meiner Arbeit immer wieder erlebe:
Die meisten Menschen, die zu mir kommen, glauben, sie sind auf dem richtigen Weg zu ihren Zielen.
Sie visualisieren. Sie lesen Bücher über Erfolg. Sie machen sich Gedanken darüber, wie es wäre, wenn... Sie warten auf den richtigen Moment. Den richtigen Job. Die richtige Gelegenheit. Die richtige Version von sich selbst. Das Problem: sie warten... sie hoffen...
Das ist nicht Faulheit. Das ist kein Versagen. Das ist das Ergebnis von Denkmustern, die tief in der Neurologie verankert sind und die sich mit NLP-Methoden gezielt verändern lassen.
Ich denke an Thomas, einen Klienten, der seit Jahren davon träumte, sich beruflich neu zu orientieren. Er hatte Bücher gelesen, Podcasts gehört, ein Notizbuch voller Ideen. Was fehlte: ein einziger Mensch, dessen Weg er wirklich modellieren konnte. Wir haben das in drei gemeinsamen Sessions verändert. Thomas hat heute seinen eigenen Beratungsbetrieb und verdient deutlich mehr als in seinem alten Job.
Ich denke da auch an Sandra, die ihren ersten Marathon laufen wollte, aber nach drei Wochen Training immer wieder aufhörte. Nicht wegen mangelnder Kondition sondern wegen einer inneren Überzeugung, die besagte: "Ich schaffe das nicht." Wir haben diese Überzeugung durch die Tiefenstruktur echter Ausdauersportler ersetzt. Sechs Monate später überquerte sie die Ziellinie des Münchner Marathons.
Das Muster ist immer dasselbe. Das Ziel ist selten das Problem. Die innere Architektur ist das Problem. Und die lässt sich bauen.
Wenn ich zurückschaue auf den Weg von der Hauptschule zu drei wissenschaftlichen Abschlüssen auf drei Kontinenten, dann war das Entscheidende nie Intelligenz. Nie Privilegien. Nie Glück.
Es war die Fähigkeit, mir zu sagen: Andere haben das auch schon geschafft. Ich muss verstehen, wie diese Mensch innerlich funktionieren.
Beim Segeln habe ich nicht einfach aufs Wasser gewartet und gehofft. Ich habe Segler studiert und beobachtet. Ich habe verstanden, wie jemand denkt, der das Meer nicht fürchtet, sondern respektiert. Ich habe diese Haltung in mich hineingebaut, bevor ich je ein Boot alleine gesteuert habe.
Als Pilotenschüler fühle ich mich bereits als Pilot. Nicht weil ich die Prüfung zum Piloten hinter mir habe, sondern weil ich die innere Identität eines Piloten bereits modelliert und übernommen habe. Die Prüfung ist Formalität. Die Transformation hat längst stattgefunden.
Das ist die Methode. Das ist NLP in seiner reinsten Form: Du wartest nicht darauf, wer du sein wirst. Du baust und modellierst, wer du sein willst von innen nach außen, jetzt. Stück für Stück.
Bevor du weiterklickst, stelle dir eine einzige Frage.
Nicht: "Was will ich erreichen?"
Sondern: "Welche Strategie benutze ich gerade wirklich, um es zu erreichen?"
Wenn die ehrliche Antwort 1 oder 2 ist (wenn du auf Hoffnung baust), dann ist das keine Niederlage. Das ist eine neue Information. Und Information ist der Anfang von Veränderung.
Ich habe Menschen begleitet, die 20 Jahre lang im Try and Error Modus lebten und dachten, sie seien aktiv. Sie handelten. Aber erst die Umstellung auf echtes Modelling of Excellence hat ihr Leben in kürzester Zeit verändert, nicht in Jahrzehnten.
Es gibt genau vier Wege, Ziele zu erreichen. Du kennst sie jetzt alle. Die Frage ist nicht, ob du den richtigen wählen kannst. Die Frage ist, ob du bereit bist, ihn zu gehen.
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